Mehr "Kraft" für das Weserbergland!
von Ulrich Watermann

Als Nachbarn freuen wir uns mit den Menschen im größten Bundesland unserer Republik. Sie haben sich aus guten Gründen für Rot/Grün und Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin entschieden. Unter den erschwerten Bedingungen einer Minderheitsregierung hat Rot/Grün Kurs gehalten in allen wichtigen Politikfeldern. So wurde ein 'Schulfrieden' geschlossen.

Wünschen wir uns in Niedersachsen nicht auch, dass endlich gute Bildungspolitik möglich wird?

So wurde die finanzielle Ausstattung der Kommunen verbessert. Ist das nicht auch dringend erforderlich für die Gemeinden, Städte und Landkreise in Niedersachsen? Versprochen und eingehalten, das haben die Wählerinnen und Wähler in NRW geprüft und bewertet.

Sie haben aber zudem den neuen Politikstil gewählt. Bei Hannelore Kraft gehen Wort und Tat zusammen. Und sie hat erfolgreich alle politischen 'Kräfte' eingeladen mitzugehen. Das ist ein neuer und ein guter Weg auf dem Fundament sozialdemokratischer Werte!

Auch wir im Weserbergland können mehr 'Kraft' gebrauchen. Die Landesregierung kümmert sich wenig um regionale Problemlagen. Verlieren sich ihre örtlichen Abgeordneten im Kleingedruckten, hat der Ministerpräsident schon längst Kurs genommen auf die Bundeshauptstadt. Dass er dabei schon im Zwischenahner Meer untergeht, die Geschichte sollte auf Plattdeutsch erzählt werden! Und die Liberalen? Knapp dem politischen Tod entronnen, phantasieren sie bereits von Heldentaten. Ich verstehe die Freude am Überleben, aber sind sie in Niedersachsen wirklich in der Realität angekommen? Wer wird in Hannover den Kubicki oder Lindner geben?

Es stimmt also: Die Wähler und Wählerinnen sind klüger als Norbert Röttgen ahnte. Und Wähler und Wählerinnen werden auch die Kaltherzigkeit einer Kanzlerin, mit der sie ihren Umweltminister in die Wüste schickt, bewerten. Für Niedersachsen und damit unser Weserbergland sehe ich deshalb gute Chancen für eine kraftvolle rot/grüne Politik nach dem 20. Januar 2013.